Donnerstag, 22. März 2018

[Rezension] "Das dunkle Herz" von Lukas Hainer

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Annas älterer Bruder ist vor zehn Jahren verschwunden. Zum Gedenken an ihn gibt es eine Gedenkfeier. Doch auf dieser wird Anna schwarz vor Augen und auf einmal taucht sie in einer Wüste auf und muss um ihr Überleben kämpfen. Dort trifft sie auf Nick, der ihr hilft. Als Anna auf einmal Hinweise zu ihrem Verstorbenen Bruder findet, zögert sie nicht lange und versucht zusammen mit Nick den Geheimnissen dieser Wüste auf den Grund zu gehen.


"Das dunkle Herz" konnte direkt meine Neugierde wecken, da ich unglaublich gerne solche Bücher lese. Es beginnt mit einem mysteriösen Prolog eines alten Mannes, der immer mal wieder in dem Buch vorkommt.
Danach beginnt die eigentliche Geschichte rund um Anna, man erfährt kurz ihre Familiengeschichte, begleitet sie auf die Gedenkfeier und schon landet sie in der Wüste und ein Kampf ums Überleben beginnt.

Mich hat das ganze Setting vom Gefühl her direkt an die "Maze Runner"-Trilogie denken lassen, auch wenn es gar nicht so viele Parallelen gibt. Aber das Gefühl, dass jemand irgendwo auftaucht, immer mehr Menschen dort auftauchen und nicht wissen, wie sie da gelandet sind und ein Kampf ums Überleben beginnt, kam mir unglaublich bekannt vor. Dabei schafft der Autor sehr authentische Szenarien, vom Verdursten bis hin zum Durchdrehen der Figuren. Es geht teils brutal zu, aber es hält sich noch in Grenzen.
Als dann die Hinweise zu Annas Bruder Ben auftauchen, wurde ich immer neugieriger und wollte unbedingt wissen, was hinter allem steckt.

Die Protagonisten waren authentisch dargestellt und ich mochte Anna und Nick an sich sehr, allerdings muss ich sagen, dass die Figuren des Buches dennoch sehr blass dargestellt wurden und ich nur schwer einen Bezug zu ihnen gefunden habe. Bei Anna ging es noch, aber vor allem bei den Nebenfiguren ist es mir sehr stark aufgefallen. Auch fiel es mir schwer mit ihnen zu fühlen, sei es bei dem, was sie durchgemacht haben, oder bei den Gefühlen, die Anna und Nick entwickeln.

Das lag wohl vor allem am Schreibstil, der sehr distanziert und emotionslos daherkam. Zwar ließ sich alles leicht und locker lesen und ich habe das Buch eigentlich ganz gerne gelesen, aber mir hat beim Schreibstil einfach etwas gefehlt. Bis auf die Kapitel aus der Sicht des alten Mannes, wird alles aus Annas personaler Erzählperspektive geschildert.

Alles in allem fand ich das Buch ganz gut. Beim Finale bin ich noch zwiegespalten, da ich die Auflösung des Ganzen sehr überraschend fand, aber irgendwie gefiel sie mir persönlich nicht so ganz, weil es nicht richtig zu dem Rest des Buches passte.
Der Epilog klingt so, als wenn es noch eine Fortsetzung geben könnte und die Idee hat definitiv Potenzial für einen zweiten Band.


Ich fand  "Das dunkle Herz" gar nicht schlecht. Ich lese gerne Bücher, die in solch eine Richtung gehen, aber die Figuren blieben mir zu blass und der Schreibstil zu distanziert. Dennoch gibt es bestimmt so einige Leser, die das Buch begeistern kann, nur für mich persönlich war es nicht ganz das Richtige.
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1 Kommentar:

  1. Hallo Mandy,

    das Buch habe ich auch noch auf meinem Stapel der zu lesenden Bücher für den April und bin gespannt, wie es mir gefallen wird. Bisher sind die Meinungen nicht ganz so positiv.

    Auf den Part mit dem alten Mann hast du mich neugierig gemacht :)

    Liebe Grüße,
    Uwe

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