Freitag, 30. März 2018

[Hörbuch-Rezension] "Tulpengold" von Eva Völler

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Im Jahre 1636 beginnt Pieter seine Lehre als Künstler bei Rembrandt van Rijn. Damit wird der letzte Wille seines verstorbenen Vaters erfüllt. Pieter hat zwar Talent als Maler, aber eigentlich weiß er selbst gar nicht genau, was er mit seinem Leben anfangen möchte. Er interessiert sich für Mathematik und Berechnungen und als es eine seltsame Mordserie in Amsterdam gibt, möchte er diese aufklären.


Eigentlich lese oder höre ich nur noch selten historische Romane, aber da dieses Hörbuch von Eva Völler ist, war ich neugierig, da ich ihre Jugendbücher sehr mag. Sie entführt den Hörer ins Amsterdam der Vergangenheit. Der Tulpenhandel blüht und der Gemäldehandel ist hoch im Kurs. Dabei erweckte sie das Amsterdam der Vergangenheit durch lebhafte Beschreibungen und einer passenden Sprache vor meinem inneren Auge zum Leben.

Sie kombiniert hier verschiedene Handlungsstränge mit dem jungen Pieter, der seit kurzem seinen Vater verloren hat und von seinem Vormund zu seiner Lehrstelle begleitet wird. Dort absolviert er seine Ausbildung, verliebt sich, erfährt mehr über den Tulpenhandel und versucht schließlich Mordfälle aufzuklären. Dabei schaffte es die Autorin mich immer wieder an der Nase herumzuführen und erst ganz zum Ende bin ich auf den eigentlichen Mörder gekommen, auch wenn ich mit der endgültigen Auflösung auch da nicht gerechnet hätte. So ist das Hörbuch alles in allem spannend und vielfältig, auch wenn es dennoch ein paar Passagen gab, die mich nicht ganz fesseln konnten, weil wenig passiert.

Pieter ist ein Protagonist, der etwas ungewöhnlich ist. Er ist sehr schlau und interessiert sich für schwierige Mathematik und Berechnungen, ist im zwischenmenschlichen Kontakt und in Liebesdingen, aber extrem unerfahren, sodass ich oft über ihn und sein Verhalten schmunzeln musste. Er weiß oft nicht, wie er mit anderen Menschen umgehen muss und fragt Sachen, die andere in seinem Alter nicht fragen würden. So ist er sehr speziell, aber einfach liebenswert. Ich mochte ihn sehr gerne, auch wenn er sehr naiv ist. Er hat sein Herz am rechten Fleck.
Auch die anderen Figuren des Hörbuches konnten mich überzeugen.

Der Hörbuchsprecher macht seine Sache hier ebenfalls gut. Er hat eine sehr angenehme Stimme, der ich sehr gerne gelauscht habe und sie passt zu dem Setting des Buches. 
Neben dem angenehmen Schreibstil der Autorin ist es wirklich ein wahrer Hörgenuss.

Alles in allem hat mir dieses Hörbuch sehr gut gefallen. Es ist eine Mischung aus historischem Roman und Krimi, aber behandelt auch Themen, wie das Finden zu sich selbst und der Frage, was man im Leben erreichen möchte.


"Tulpengold" bekommt von mir sehr gute vier Sterne, da es mich bis auf ein paar Passagen, die mich nicht ganz fesseln konnten, sehr gut unterhalten hat. Ich mochte das Setting und habe gepannt Pieters Leben und die Aufklärung der Morde verfolgt.


  • Hierbei handelt es sich soweit ich weiß um einen Einzelband.
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